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Barbara
& Tommy auf Firstsuche Eigentlich hätte alles wie geplant verlaufen können, wenn da nicht uralte Traditionen und uraltes Brauchtum zum Zuge gekommen wären. Welches Brauchtum? Nun, wenn bei uns jemand ein Haus oder ein Gebäude errichtet, gehört es dazu, dass FreundInnen, Verwandte oder Bekannte den First "stehlen". In Zeiten wie diesen, wo eigentlich jeder Handgriff zu zahlen ist und auch einiges kostet, muss nicht unbedingt der First gestohlen werden. Um die Zimmerleute und die HelferInnen nicht allzu lang von der Arbeit abzuhalten, reicht durchaus auch ein Stück Holz des Dachstuhles, das erst ganz zum Schluss benötigt wird. Ja und so war's auch auf der Baustelle von Barbara & Tommy in Otterfing. Der Dachstuhl war fast fertig, aber eben dieses kleine, unscheinbare Stück einer "Pfette" fehlte, um das Werk abzuschließen. Was bleibt also anderes übrig, als das "Diebsgut" zu suchen. Schließlich sollte der Dachstuhl doch ehestmöglich fertiggestellt werden. Das Kommando lautete also: Alles aufsitzen und los geht's! Von einem Nachbarn zum anderen, von Vormoos nach Haiderthal, vom Binder zum Veitl - schließlich könnten die Diebinnen (!) überall hausen! Diversen Augenzeugen zufolge treiben diese in letzter Zeit verstärkt in Vormoos und Otterfing ihr Unwesen ;-)). Eine derartige Suche nach dem verlorenen Stückchen Holz kann durchaus mühsam und anstrengend sein - immerhin versteht es sich irgendwie von selbst, dass die Bestohlenen (und mit ihnen alle Suchenden) überall ein bißchen was trinken müssen. Nach ersten Ansätzen der Verzweiflung konnte das festlich aufgekranzte und mit bunten Bändern verzierte Diebesgut samt Firstbäumchen im Veitl-Schuppen in Otterfing sichergestellt werden. Und nach harten Verhandlungen mit den geschäftstüchtigen Diebinnen (mit uns ;-)) konnten die Suchenden ihren Fund erleichtert nach Hause tragen und ordnungsgemäß am Dachstuhl befestigen. Und dann wurde gefeiert: ausgiebig, lange, feuchtfröhlich - so, dass sich die "neuen" Hölzer bogen *gg*. Schön, dass es solche Feste noch gibt und dieses Brauchtum weiterlebt. Und vor allem, dass wir von Vormoos Online dabei sein durften! DANKE!
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