"Keine
Hälfte der Welt kann ohne die andere Hälfte der Welt überleben"
Andi
Achatz berichtet von seinen Erlebnissen in Ghana
(Bericht und Fotos von: Andi Achatz)
Infobox
Ghana:
| Bevölkerung: |
19,7
Mio. |
 |
| Fläche: |
238.527 km² |
| Sprache: |
Englisch |
| Regierungsform: |
Präsidialdemokratie |
| Religion: |
ca. 60 %
Christen, 25 % Anhänger von Naturreligionen, 15
% Moslime |
Wir
von Vormoos Online freuen uns, hier einen ersten Erfahrungs- und Erlebnisbericht
von Andi Achatz veröffentlichen zu können. Andi hat vor ca.
2 Monaten Österreich verlassen. Er möchte sein Können
und Wissen den Eingeborenen in Ghana etwa 1 Jahr lang weitergeben. Wie
die ersten Fotos zeigen, nehmen die Einheimischen diese Hilfe mit Begeisterung
an.
Andi
- wir gratulieren Dir zu Deinem Entschluss und wünschen Dir viel
Freude und Erfolg bei Deiner Tätigkeit in Ghana. Wir freuen uns
schon auf Deinen nächsten Bericht und werden natürlich - wenn
Du uns weiterhin mit derart spannenden und interessanten Informationen
unterstützt - laufend darüber informieren.
Andis
Bericht:
Ein Monat in Ghana, ein Monat Unterricht und Beobachtung,
in denen man lehrt und lernt. Darüber hinaus setzt man sich naturgemäß
immer wieder mit Entwicklungspolitik auseinander. Man trifft schon auf
Kuriositäten in diesem Land: Durchaus gebildete Menschen die einen
von Hexen und Glauben erzählen, schamlose Korruption und außerordentliche
Hilfsbereitschaft, Armut und Lebensfreude, Schüler im Alter von
20 bis 30 Jahren mit Schwierigkeiten einen Meter in Zentimenter umzuwandeln
oder das Lehrbuch zu lesen, aber sich am Computer ganz gut anstellen.
Nach
einer turbulenten Reise über das windige Amsterdam bis übers
sandige Accra bin ich am 06. Februar hier in Sunyani, Ghana angekommen.
Zum ersten Mal in Afrika, zum ersten Mal in einer „anderen“
Welt und in der Gewissheit hier für 12 Monate zu bleiben.
| Jede
Menge Gedanken schwirren einen durch den Kopf, und die Sonne,
die zurzeit zumindest durch den niederrieselnden Saharasand, genannt
Harmattan, getrübt wird, machen es anfangs schwierig einen
klaren Kopf zu bewahren. Nur gut, dass die Menschen hier sehr
freundlich und offen sind, und einem den Einstieg ins afrikanische
Leben leichter machen. Wir leben hier in einem schönen Haus
mit vielen tierischen Mitbewohnern (Spinnen, Geckos, Ameisen,
Moskitos, ...) und im groben Kontrast zu den Dörfern etwas
außerhalb der Stadt.
Dort
gibt es „einfache“ Buschdörfer wie man sie aus
dem Fernsehen kennt. Manche unserer Schüler im „Don
Bosco Vocational Technical Institute“ sind auch aus diesen
technik-fremden Dörfern und benutzen zum Beispiel hier in
der Schule zum ersten Mal einen Computer.
Für diese ist es sehr wichtig eine Chance zu bekommen in
die Berufswelt einzusteigen und aus diesen Verhältnissen
auszubrechen. Das „Don Bosco Vocational Technical Institute“
gibt den Jugendlichen Unterkunft und Bildung für nur wenig
Geld. Es bietet denjenigen eine Chance ihre Träume zu verwirrklichen.
Meine
Aufgabe ist es, für einige Klassen den Computerunterricht
zu gestalten, denn in der Berufswelt sind Word-Kenntnisse und
sonstiges Computer-Know-how immer stärker gefragt. Durch
die geringe Technik-Erfahrung gestaltet sich das Lehren jedoch
nicht all zu einfach. Qualifizierte Fachkräfte für den
Computer-Unterricht zu bekommen ist natürlich hier auch nicht
besonders einfach.
|
 |
Jetzt
bin ich hier und kann aktiv im Bereich der Bildung mitarbeiten, ein
Bereich der so wichtig ist für die weniger entwickelten Länder
dieser Erde. Und wir nähern uns der Denk- und Lebensweise dieses
Landes an, eine Herausforderung und interessante Erfahrung, die uns
niemand mehr nehmen kann.
So
blicke ich voller Erwartung auf dieses Jahr in Ghana, und ich freue
mich meine Erfahrungen auch den Menschen zuhause beschreiben zu können.
Es freut mich immer wieder von mir bekannten Menschen zu hören
und meine Erfahrungen schon jetzt weiter zu geben. Für Fragen stehe
ich auch gerne auch während meinem Einsatz unter andreas@achatz.at
zur Verfügung.
Andi

strahlende
Gesichter - was werden wir mit Andi erleben? |

alle möchten aufs Foto |

Fußballspielen
ist auf der ganzen Welt möglich -
auch auf kleinsten Feldern |
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