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Maibaumaufstellen in Gstaig Um an einem solch herrlichen (und noch dazu verlängerten) Wochenende nicht allzu lange daheim auf der Couch zu liegen, ging's am Montag zum Maibaumsetzen nach Gstaig. Dort lud die Zeche Gstaig mit Zechmeister Andreas Huber nach einer zehnjährigen Pause zu diesem gesellschaftlichen Großereignis ein. Woher kommt eigentlich der Brauch des Maibaumes? Viele wissen es nicht - und auch wir mußten (ehrlich gesagt) sicherheitshalber nachlesen: Grundsätzlich ist der Maibaum ein Fruchbarkeitssymbol, dessen Ursprung schon ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Nach einigen Jahrhunderten der Vergessenheit, rückte er während der Zeit Napoleons wieder vermehrt in den Vordergrund. Anschließend wurde es wieder ziehmlich ruhig um den Maibaum. Erst in der NS -Zeit ist er wieder zu neuem Leben erwacht und erfreut sich seit dieser Zeit immer größerer Beliebtheit. Viele Vereine und Organisationen versuchen in ihren Dörfern den schönsten und größten Maibaum aufzustellen. In der Gestaltung ist jeder Maibaum für sich ein Unikat. So unterscheiden sich die Maibäume durch die Art und Weise, wie sie "aufgekranzt" werden - mit Wappentafeln, Trachten oder auch mit Fähnchen. Alles ist erlaubt und alles ist schön, wenn man's nur auch schafft, dass der Maibaum am angekündigten "Maibaumtag" auch tatsächlich vorhanden ist. Es soll ja schon öfters vorgekommen sein, dass andere Zechen, Vereine oder sonstige "Diebe" den Maibaum des Nachbardorfes gestohlen haben (also wir kennen da einige Fälle :-)). Erlaubt ist alles, was lustig ist! Darum heißt es natürlich, den Maibaum zu hüten wie den eigenen Augapfel. Immerhin kann das "Auslösen" eines gestohlenen Maibaums ziemlich teuer und vor allem sehr "nass" (biernass) werden. *gg* Ja, und damit noch nicht genug: Auch in der ersten Nacht nach dem Aufstellen heißt's noch einmal, den Maibaum ordentlich zu bewachen, damit ihm nur ja nichts passiert. Nach einigen Wochen, oft auch Monaten oder Jahren wird die mehr als 31 Meter hohe Pracht schließlich wieder gefällt und in der Regel einem wohltätigen Zweck zugeführt. Dieser Brauch ist aber von Dorf zu Dorf verschieden... Vormoos
Online gratuliert den Gstaiger Zechbuam zu diesem gelungenen 1. Mai-Fest
und ihrem prachtvollen Maibaum!
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