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Auf den Spuren der Mayas und Azteken ... Nach einer relativ ruhigen, aber kurzen Nacht in San Cristobal de las Casas (140.000 Einwohner) besuchten wir einen typischen Indigena-Markt. Hier ist alles zu finden: vom Schwein, Fleisch, Fisch und anderen Meeresfrüchten, Obst und Gemüse, Blumen und Gewürze über Kleider bis zum BH. Wie wir uns überzeugen konnten, gibt's hier immer frische Ware. Der Markt bietet täglich, was verlangt wird. Er ist der zentrale Warenumschlagplatz der ganzen Gegend um San Cristobal, wo etwa noch mit der alten römischen Stangenwaage gearbeitet wird. Frauen schleppen, barfuß und mit einem Gurt um den Kopf, die Waren zum Markt und schichten Kartoffeln, Gemüse und Früchte zu optisch kunstvollen kleinen Pyramiden auf. Nach dem Besuch der Kathedrale (Nuestra Senora de la Asuncion) und Santo Domingo setzten wir unsere Reise durch den Süden Mexikos (einer in letzter Zeit etwas unsicheren Gegend) fort. Auf der Fahrt zu unserem nächsten Highlight, den Wasserfällen in Agua Azul machten wir einen kurzen Stop in einem, für diese Gegend typischen Restaurant: eine Raststätte im Freien mit Strohdach gedeckt und einem Erdboden, von dem die freilaufenden Hühner die auf den Boden fallenden Krümmel aufpicken. Der Besitzer (selbst Kaffee- und Bananenplantagenbesitzer) zeigte uns seine Stauden und ließ uns auch die herrlich schmeckenden, etwas kleineren Bananen (gelbe und rote) probieren. Wir waren begeistert. Dem Aussehen nach würden wir diesen Bananen den tollen Geschmack nicht zumuten. Während der Fahrt durch diese wunderschöne Berggegend (wir sind teilweise noch an die und über 2000 m) werden an zahlreichen Stellen mit einem Seil die Autos gestoppt. Die Indios bitten die Autofahrer um eine Spende für die "Königin von Mexiko" - die Jungfrau von Guadalupe. Wie uns unser Reiseleiter erklärt, eine durchaus übliche Methode, um zu Geld zu kommen. Das machen hin und wieder auch die Fundamentalisten, um das für ihren Kampf nötige "Kleingeld" aufzutreiben. Es kann aber auch vorkommen, dass auf diese Art und Weise Geld für ein Begräbnis gesammelt wird. Übrigens - die Mexikaner haben den "Schnellfahrern" den Kampf angesagt - und das gleich richtig. Mit überdimensionalen, schlafenden Polizisten, die auch oft unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Diese "Tempobremsen" (Topes) verlangen ein totales Abbremsen und langsames Überrollen des Hindernisses. So haben wir beispielsweise auf der Fahrt von San Christobal nach Palenque (unser heutiges Etappenziel) auf einer Strecke von rund 180 km 164 Topes gezählt. Endlich erreichen wir unser Mittagsziel - die schönsten Wasserfälles Mexicos "Agua Azul" (blaues Wasser). Hier stürzt der Rio Yax eingebettet in wucherndes Ufergrün in breiten, weißschäumenden Kaskaden über zahlreiche Felstreppen hinab (Filmkulisse für viele bekannte Streifen!). Ein echt tropisch - feuchtes Erlebnis, bei dem uns der Schweiß nicht nur über den Rücken lief. ;-))
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