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Auf den Spuren der Mayas und Azteken ... Wir nähern uns dem Höhepunkt unserer Rundreise: Heute steht neben der Bootsfahrt im Sumidero Canon der Besuch einiger Indigena-Dörfer (San Juan Chamula und Zinacantan) am Programm. Um diese Vorgabe zeitlich erfüllen zu können, mußten wir bereits mitten in der Nacht aufstehen und vor Tagesanbruch unsere Fahrt beginnen. Roberto, unser Fahrer (kleiner M. Schumacher *gg*), erwartete uns bereits, um uns mit seinem "Poliden" in wenigen Stunden nach Tuxtla zu bringen. In Chiapa de Corzo bestiegen wir, jeder mit einer Schwimmweste ausgestattet und der Kamera bewaffnet, ein Schnellboot, das uns auf dem Rio Grijalva in den Canon del Sumidero brachte. Von beinahe 1000 m hohen, senkrecht empor steigenden Felswänden wird der Rio Grijalva in sein Bett gezwängt. Für uns gab es natürlich jede Menge zu sehen - auf der einen Seite die herrlichen Gebirgsformationen mit den kreisenden Geiern, auf einer kleinen Insel ein Leguan. Etwas weiter dann: Pelikane, Kormorane und schließlich, darauf waren wir besonders gespannt, Krokodile (richtigerweise Khaimane), die hier ein Sonnenbad nehmen und sich von den Touristen nicht stören lassen. Nach dieser aufregenden und beeindruckenden Fahrt und einem köstlichen Mittagessen, bei dem es natürlich Fisch gab (zur Freude von Edith und Sandra ;-)) führte uns unsere Reiseroute weiter Richtung San Cristobal. Ein kurzer Abstecher nach San Juan Chamula und Zinacantan holte uns auf den Boden der Realität zurück. Eigentlich unvorstellbar, was uns hier erwartete. Obwohl wir durch unseren Reiseleiter entsprechend vorbereitet waren, stockte uns der Atem. In der Kirche von Chamula gibt es keine Kirchenbänke, keine Orgel, keine Kanzel und auch keinen Beichtstuhl - statt dessen stehen seitlich zahlreiche Heiligenfiguren in bunte Kostüme gekleidet und einem Spiegel vor der Brust (um das Böse abzuwehren). Auf dem Boden, der mit einer Menge Piniennadeln bestreut ist, brennen hunderte Kerzen, welche die Kirche mit einem düsteren Licht erhellen. Die Indigenas verehren viele alte Erd- und tierische Schutzgeister und bringen hier ihre Opfer dar. In der Kirche kann man zahlreiche spirituelle Heilungszeremonien verfolgen, während die Indigenas hochprozentigen Schnaps und Coca Cola geniessen. Die Kirche von Chamula (hier ist fotografieren strengstens verboten!) ist eine magische Welt für sich - für manche faszinierend, für andere wieder beunruhigend und für viele (so auch für uns) auch verwirrend. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Zinacantan. Hier hatten wir das Glück, einer Feier zu Ehren der Mutter Gottes (Rosenkranzfest) beiwohnen zu können. Zahlreiche verkleidete Dorfautoritäten vollzogen ein Ritual, das wir leider nicht verstanden, das aber trotzdem beeindruckend war. Auf Einladung unserer Gastgeberin besuchten wir das Haus ihrer Familie. In einem typischen Indigena-Haushalt leben mehrere Generationen zusammen. Während uns die betagte, aber recht freundliche Oma Tortillas zubereitete, konnten wir uns davon überzeugen, wie mit einem Hüftwebrahmen gewebt wird ... So viel zu unseren Ausführungen. Überzeugt euch selbst von den folgenden Fotos:
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