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Auslandspraktikum im unbekannten Montenegro
Franz-Josef Katzdobler berichtet von seinen Erfahrungen
September/Oktober 2008
(Bericht und Fotos: Franz-Josef Katzdobler)

Für alle, die mich nicht kennen: Mein Name ist Franz-Josef Katzdobler und ich studiere Technische Informatik an der TU Wien. Diesen Sommer entschied ich mich für ein Auslandspraktikum in Montenegro, ein Land, das vielleicht in unserer Gegend eher unbekannt erscheint. Auf den folgenden Bildern findet ihr ein paar Eindrücke von dem 6-wöchigen Arbeitsaufenthalt, vermittelt von der Organisation IAESTE.

Mein Arbeitsplatz war im Informationstechnologie-Zentrum in Podgorica, eine kleine Firma verantwortlich für die IT Infrastruktur der Universitäten. Meine Arbeitskollegen waren sehr nett, die Arbeit selbst läuft sehr gemütlich ab. 6 Stunden pro Tag sind ein absolutes Maximum, wobei die Gemütlichkeit im Vordergrund steht.
Trotzdem habe ich einiges dazu lernen können, sowohl im technischen als auch im sozialen Sinne. Am Anfang allerdings startete ich mit einigen Problemen, so wurde ich zum Beispiel am Flughafen vergessen und hatte gleich am ersten Arbeitstag einen Busunfall. Über solche Kleinigkeiten muss man hinwegsehen…

Die Menschen sind allgemein extrem freundlich, immer hilfsbereit und teilen alles. Das einzige was mich störte, war die Unpünktlichkeit. Eine Stunde warten ist ganz normal. Allerdings habe ich mich schnell darauf eingestellt und bin einfach selbst immer später erschienen.
Schnell lernte ich Freunde aus verschiedensten Ländern kennen, in der Wohnung selbst lebte ich mit 2 anderen Praktikanten/innen aus Polen und Deutschland zusammen.

Am Wochenende unternahmen wir einige Trips: Der erste führte uns nach Kotor, einer kleinen Stadt an der Adria. Die Aussicht vom höchsten Punkt der Burg ist wirklich atemberaubend. Die Temperaturen im September waren außerdem noch perfekt zum Schwimmen geeignet.
Auch nach Kroatien sind wir gereist. Genauer gesagt nach Dubrovnik. Dort sollte man es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, die Altstadt zu besichtigen, vor allem die Stadtmauernwanderung war ihr Geld alle Mal wert.
Weiters gibt es einige Nationalparks, die für mich einfach unbeschreiblich wirkten. Kaum jemand würde das Land Montenegro wohl mit einer derart schönen Natur verbinden, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Vor allem im Norden findet man Seen, Flüsse, Berge und sogar Eishöhlen.

Ein Highlight war auch das Madonnakonzert am Strand von Budva im Rahmen der Sticky and Sweet Tour, allerdings war hier fotografieren verboten, darum habe ich davon keine Bilder. Am selben Ort haben auch schon die Rolling Stones und Lenny Kravitz ihr Bestes gegeben. Rund 70 000 Leute kamen zu dem Spektakel.

Schlussendlich kann man sagen, Montenegro war eine Reise wert, ich konnte viel erleben, praktische Erfahrung sammeln und das mit Wochendausflügen verbinden. Mein nächster Auslandsaufenthalt führt mich nächstes Jahr für 5 Monate nach Portugal, wo ich ein Erasmus-Auslandssemester verbringen werde.

Montenegro

Amtssprache Montenegrinisch
Hauptstadt Podgorica
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Filip Vujanovic
Fläche 13.812 km²
Einwohnerzahl ~ 620.000
Bevölkerungsdichte 45 Einw. / km²
BIP ca. 2900 € / Einw.
Währung Euro


das Informationstechnologie-Zentrum...


...mein Arbeitsplatz für die 6 Wochen in Montenegro


Aussicht von der Burg in der Hafenstadt Kotor
(liegt in einer der schönsten Buchten des Mittelmeers)

der Nationalpark in Durmitor zählt
seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe

Nickerchen an der traumhaften Küste

das WM-Qualifikationsspiel Montenegro - Irland
endete mit einem 0:0

Waldbrand an der Adria-Küste

die Millenium-Bridge in der Hauptstadt Podgorica

Wochenendtrip nach Kroation

über den Dächern der Altstadt Dubrovnik
- auch als Perle der Adria bekannt

die Franjo-Tudman-Brücke in Dubrovnik

Ausblick von den Stadtmauern (Dubrovnik)

Lieber Franz-Josef, herzlichen Dank für deinen interessanten Bericht und die traumhaften Fotos aus dem unbekannten Montenegro. Wir wünschen dir auch für dein Auslandspraktikum in Portugal viele unvergessliche Eindrücke und Erfahrungen und weiterhin viel Spaß bei der Erkundung fremder Länder. Vormoos Online freut sich jederzeit über einen Bericht von dir!
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