Für
alle, die mich nicht kennen: Mein Name ist Franz-Josef Katzdobler
und ich studiere Technische Informatik an der TU Wien. Diesen
Sommer entschied ich mich für ein Auslandspraktikum in Montenegro,
ein Land, das vielleicht in unserer Gegend eher unbekannt erscheint.
Auf den folgenden Bildern findet ihr ein paar Eindrücke von
dem 6-wöchigen Arbeitsaufenthalt, vermittelt von der Organisation
IAESTE.
Mein
Arbeitsplatz war im Informationstechnologie-Zentrum in Podgorica,
eine kleine Firma verantwortlich für die IT Infrastruktur
der Universitäten. Meine Arbeitskollegen waren sehr nett,
die Arbeit selbst läuft sehr gemütlich ab. 6 Stunden
pro Tag sind ein absolutes Maximum, wobei die Gemütlichkeit
im Vordergrund steht.
Trotzdem habe ich einiges dazu lernen können, sowohl im technischen
als auch im sozialen Sinne. Am Anfang allerdings startete ich
mit einigen Problemen, so wurde ich zum Beispiel am Flughafen
vergessen und hatte gleich am ersten Arbeitstag einen Busunfall.
Über solche Kleinigkeiten muss man hinwegsehen…
Die
Menschen sind allgemein extrem freundlich, immer hilfsbereit und
teilen alles. Das einzige was mich störte, war die Unpünktlichkeit.
Eine Stunde warten ist ganz normal. Allerdings habe ich mich schnell
darauf eingestellt und bin einfach selbst immer später erschienen.
Schnell lernte ich Freunde aus verschiedensten Ländern kennen,
in der Wohnung selbst lebte ich mit 2 anderen Praktikanten/innen
aus Polen und Deutschland zusammen.
Am
Wochenende unternahmen wir einige Trips: Der erste führte
uns nach Kotor, einer kleinen Stadt an der Adria. Die Aussicht
vom höchsten Punkt der Burg ist wirklich atemberaubend. Die
Temperaturen im September waren außerdem noch perfekt zum
Schwimmen geeignet.
Auch nach Kroatien sind wir gereist. Genauer gesagt nach Dubrovnik.
Dort sollte man es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, die Altstadt
zu besichtigen, vor allem die Stadtmauernwanderung war ihr Geld
alle Mal wert.
Weiters gibt es einige Nationalparks, die für mich einfach
unbeschreiblich wirkten. Kaum jemand würde das Land Montenegro
wohl mit einer derart schönen Natur verbinden, wenn man es
nicht selbst erlebt hat. Vor allem im Norden findet man Seen,
Flüsse, Berge und sogar Eishöhlen.
Ein
Highlight war auch das Madonnakonzert am Strand von Budva im Rahmen
der Sticky and Sweet Tour, allerdings war hier fotografieren verboten,
darum habe ich davon keine Bilder. Am selben Ort haben auch schon
die Rolling Stones und Lenny Kravitz ihr Bestes gegeben. Rund
70 000 Leute kamen zu dem Spektakel.
Schlussendlich
kann man sagen, Montenegro war eine Reise wert, ich konnte viel
erleben, praktische Erfahrung sammeln und das mit Wochendausflügen
verbinden. Mein nächster Auslandsaufenthalt führt mich
nächstes Jahr für 5 Monate nach Portugal, wo ich ein
Erasmus-Auslandssemester verbringen werde.
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Montenegro
| Amtssprache |
Montenegrinisch |
| Hauptstadt |
Podgorica |
| Staatsform |
Republik |
| Staatsoberhaupt |
Filip Vujanovic |
| Fläche |
13.812 km² |
| Einwohnerzahl |
~ 620.000 |
| Bevölkerungsdichte |
45 Einw.
/ km² |
| BIP |
ca. 2900
€ / Einw. |
| Währung |
Euro |

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