Nachdem unser
erster Himalaya-Rundflug aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse
leider nicht unseren Erwartungen entsprach, durften wir am nächsten
Morgen erneut unser Glück versuchen. Und diesmal sollten wir
auch nicht enttäuscht werden! Der
Wettergott war einsichtig und bereits nach wenigen Minuten zeigte
sich ein beeindruckendes Gebirgspanorama: Ein 8.000er nach dem anderen
erstrahlte vor unserer Kamera und als krönendes Highlight posierte
schließlich auch der König der Berge (Mount Everest mit
8.848 m) gemeinsam mit seinem Nachbarn (Lhotse, 8.516 m) fürs
Foto. Für uns ist es nur schwer vorstellbar, dass Menschen freiwillig
die unglaublichen Strapazen auf sich nehmen, um diese Bergriesen zu
erklimmen. Zum einen gilt es den Kampf mit der sehr dünnen Luft
aufzunehmen, zum anderen erwarten einen oft hüfthohe Schneemassen
und gefährliche Gletscherspalten, die Mutige nicht selten mit
dem Leben bezahlen.
Nach diesem eindrucksvollen
Schauspiel kehrte die Maschine wieder zum Flughafen Kathmandu zurück
und wir konnten unser geplantes Programm starten. Reiseleiter Om wartete
bereits auf uns und führte uns nach Khokna - unter den Einheimischen
besser bekannt als "Entenhausen". Eine Legende besagt, dass
die dort zuständige Göttin eine Abneigung gegen Hühner
hatte. Zu Ehren der Göttin werden deshalb in diesem
Städtchen seit jeher lediglich Enten als Federvieh gehalten.
Das kleine Dorf Khokna
beeindruckt vor allem durch die typischen Bachsteinhäuschen mit
den Sal-Holzschnitzarbeiten an den Fassaden und den leuchtenden Chili-Ketten,
die vor den Fassaden hängen.
Bevor wir allerdings
einen ausgedehnten Spaziergang durch das "hühnerlose"
Khokna machen konnten, beauftragten wir Om mit einem Spezialwunsch:
Sandras Sandalen hatten den nächtlichen Spaziergang vom Vorabend
(bedingt durch Ediths "Aufhatsch-Unfall") leider nicht überlebt.
Und da es in asiatischen Ländern quasi unmöglich ist, Sandalen
der passenden Größe zu finden, musste eine Alternative
gefunden werden. Der Schuster von Entenhausen sollte unser Problem
lösen. Bewaffnet mit Nadel und Faden machte sich der Meister
ans Werk. Mit einer Ahle stach er die erforderlichen Löcher in
die Sohle und nähte so die abgerissenen Riemchen wieder an. Für
eine gute halbe Stunde Handarbeit verlangete er dann einen lächerlichen
Lohn von 50 Cent. Unvorstellbar für unsere Verhältnisse.

noch etwas müde, aber voller Begeisterung
warten
wir auf den Himalaya-Rundflug Nummer 2 |

Blick auf die Hauptstadt Kathmandu -
leider regnet es auch beim Abflug wieder
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die ersten Gebirgsgipfel verstecken
sich noch in den Wolken
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der Mount Everest oder Chomolungma: ein unvergessliches
Erlebnis, dem Herrscher im Reich der 8000er so nahe zu sein |

für die Besteigung des Mt. Everest müssen
rund € 70.000 bezahlt werden
(links der Mount Everest 8.848 m, rechts der Lhotse)
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die Gipfel des Himalaya zeigen sich am frühen
Morgen
von ihrer schönsten Seite
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die Namensgeber des kleinen Örtchens
Khokna
- Entenhausen läßt grüßen |

perfekte Handarbeit zum "Spottpreis"
Sandras Sandalen bekommen eine Generalsanierung
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Sandras Held: der Schuster von Entenhausen
*g*
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die Jugendlichen genießen das bunte Spektakel
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bei leichtem Regen geht die Erkundungstour weiter
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die „betagten Dorfältesten“ treffen sich
am Dorfplatz zum Nachrichtenaustausch
( Männer ratschen ja nicht oder wie heißt das so schön...)
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faszinierende Gesichter laden zum Fotografieren
ein
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zu Fuß geht's weiter in den Nachbarort
Bungamati
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spontaner Besuch im Waisen- und Behindertenheim
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Gemeinsam mit Om spazierten wir weiter ins nächste
Städtchen Bungamati. Auf dem Weg dorthin (vorbeiführend
an zahlreichen Reisfeldern) sprach uns ein behinderter
Junge an und lud uns ein, sein Zuhause zu besuchen.
Etwas zögerlich nahmen wir seine Einladung an
und lernten so das Behindertenheim "Disable Hostel
Lalitpur" kennen. In einem Raum mit etwa 10 bis
12 m² leben hier bis zu 8 Kinder bzw. Jugendliche
im Alter zwischen 2 und 16 Jahren. Die Kinder zeigten
uns ihre Zimmer und führten uns voller Stolz
die selbstgebastelten Musikinstrumente und ihre Schulhefte
vor. Erschütternd, wie wenig die Kinder haben!
Und trotzdem strahlen sie eine Zufriedenheit und Fröhlichkeit
aus, die Spuren in unseren Herzen hinterließen.
Nachdem wir beim Heimleiter eine kleine finanzielle
Unterstützung für die Kinder hinterlassen
und einige Säckchen Haribo und Stofftiere verteilt
hatten, mußten wir wieder Abschied nehmen. Dieser
Besuch stand wie viele andere Besichtigungen und Erlebnisse
zwar nicht in unserem Programm, aber dank des Engagements
unseres Reiseleiters konnten wir erleben und genießen,
was wir wollten. Vielen Dank, lieber Om!
Die BewohnerInnen von Bungamati, bekannt als die Stadt
der Bauern, leben vorwiegend von der Schnitzerei und
Weberei. Diese Kunsthandwerke werden auf den Touristenmärkten
(vorrangig in Kathmandu und Patan) verkauft. Nach
einem kurzen Rundgang durch die kleinen Gässchen
machten wir uns wieder auf den Weg zurück in
die Zwillingsstadt Kathmandus, nach Patan.
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voller Stolz präsentieren
uns die Kinder ihr Heim |

egal ob blind, taub oder stumm: ihre Herzlichkeit
und
Gastfreundschaft überstrahlt die körperliche
Beeinträchtigung
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unser Besuch zaubert Abwechslung
in den Heimalltag
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gemütliches Schlendern durch
das idyllische Örtchen Bungamati |

Papa und die Dorffrauen: auch wenn sie sich nicht
verstehen, unterhalten sie sich prächtig ;-)
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farbenprächtige Chiliketten und dunkle
Holzschnitzereien
prägen den kleinen Newar-Ort
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der Gockel, die arme Sau, ist angekettet ;-))
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frisch geerntet – man sieht ihnen
die Schärfe förmlich an
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Trude posiert fürs Foto
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Bungamati ist vor allem aufgrund des
traditionellen
Holzschnitzhandwerks bekannt |

eine kurze Verschnaufpause -
Om erzählt uns eine der vielen interessanten Legenden
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Siesta! Jeder Mensch braucht seinen gesunden
Schlaf
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Patan ist mit ca. 300.000 EinwohnerInnen die zweitgrößte
Stadt von Kathmandu-Valley und nur durch den Bagmati (heiliger
Fluss) von der Hauptstadt getrennt. Das alte Zentrum Patans wurde
beim großen Erdbeben 1934 stark zerstört, unter österreichischer
Mithilfe aber wieder aufgebaut. Der Durbar Square oder auch Platz
des Königshofes ist Weltkulturerbe der UNESCO und bei unserem
Besuch aufgrund eines religiösen Festes zu Ehren von Shiva
von etwa einer Million Frauen belagert. Die Frauen, meist im roten
Sari gekleidet, warteten stundenlang in schier unendlichen Reihen,
um ihre Gaben im Opfertempel darzubringen. Begleitet wurde das
Fest mit traditionell nepalesischer Musik gemischt mit religiösem
Gesang. Und wir waren mittendrin statt nur dabei und durften alles
hautnah miterleben und fotografieren.
Ein besonderes
und unvergessliches Erlebnis war schließlich der Besuch
der sagenumworbenen Kumari von Patan. Wie bereits im ersten Teil
erwähnt, ist die Kumari eine lebende Göttin, die im
Alter zwischen 2 und 3 Jahren auserwählt wird und bis zum
Verlust des ersten Blutstropfen (durch Verletzung oder Regelblutung)
als Göttin verehrt wird. Kritisch betrachtet wird hier unserer
Meinung nach einem Kind schlichtweg die Kindheit geraubt!
Die Kumari stammt aus der Kaste der Silberschmiede und wird von
Astrologen auserwählt (vergleichbar mit der Suche nach dem
Dalai Lama). Die junge Göttin darf während ihrer Amtszeit
mit ihren Füßen den Boden nicht berühren und wird
entweder getragen oder muss auf weißen ausgebreiteten Tüchern
laufen. Bei Empfängen trägt sie stets feierliche Kleidung
mit aufwändiger Schminke und segnet die BesucherInnen. Auch
wir wurden von der amtierenden Kumari empfangen und gesegnet -
ein prägendes, aber seltsames Gefühl vor einem Kind
oder doch einer Göttin zu stehen und den Segen zu erbitten.
Am nächsten
Tag erwartete uns die Besichtigung von Bhaktapur - die Stadt der
Gottergebenen. Sie ist eine faszinierende altertümliche Stadt
mit vielen Tempeln und mittelalterlich wirkenden Häusern
und Gassen. Bhaktapur zählt aufgrund des autofreien und daher
relativ ruhigen und sauberen Durbar Squares zum Herzstück
des Kathmandu Valleys. Bekannt ist neben vielen anderen Highlights
vorrangig der Königspalast mit den 55 schwarzen, kunstvoll
geschnitzten Holzfenstern und das „goldene Tor“.
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Blick auf Patan:
zweitgrößte Stadt Nepals und Zwillingsstadt Kathmandus |

Mittagessen über den Dächern
von Patan
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rund eine Million Frauen verehren heute
Shiva
und beten für ihre Männer
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wir stürzen uns ins Vergnügen und
in die Menschenmasse |

diese Blätter dienen als Schüssel
für die Opfergaben
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unendliche Warteschlangen zur Darbringung
der Opfergaben
und zum Beten
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die Wunschzettel werden den Flammen übergeben |

auch die Brahmanen erhalten kleine Opfergaben,
um die Götter gut zu stimmen
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die Sicherheitskräfte brauchen eine
kurze Pause
(kein Wunder bei rund einer Million Frauen ;-)
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„Handwerk hat goldenen Boden?“ hier wird Beton gemischt
und dann zur Baustelle getragen |

Bau einer neuen Mauer:
5 Maurer und 10 Schauer – da geht was weiter! ;-))
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fröhliche Kinder am Straßenrand
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trotz Armut immer gut gelaunt und bereit für diverse
Scherze und Neckereien |

eine bunte Samen- und Körnermischung
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eine Delikatesse:
auf Holzkohlen gebratene Eier
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eine Ähnlichkeit oder doch die göttliche Abstammung?
;-)) |

Papa und Sandra genießen das erlebnisreiche
Nepal
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Sandra und der steinerne Ringer
am Aufgang zum Dattatraya Tempel
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mitten am Dorfplatz steht der Dorf-Brennofen,
um die getöpferten Waren zu brennen |

mit diesen Einachs-Dieselgespannen erfolgt
ein Großteil der Transporte
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abendliche
Plauderstunde mit dem
äußerst zuvorkommenden Chef
unseres Hotels und der Reiseagentur
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