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"Expedition"
in den fernen Osten: Vietnam Heute geht unsere Reise von der Halong-Bucht zurück nach Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Welches Glück wir mit der Besichtigung der Ha-Long-Bucht hatten, erfuhren wir übrigens am nächsten Tag von unserer Reiseleiterin Nga: Wegen dem aufkommenden Taifun über Nordvietnam und Südchina mußte die eindrucksvolle Naturlandschaft für etwa 14 Tage für den Bootsverkehr gesperrt werden. "Buddha" sei Dank, dass wir die Möglichkeit hatten, die Ha Long-Bucht so zu genießen wie sie ist - einmalig und zu recht "Weltnaturerbe der UNESCO". Erschreckend waren jedoch die Bilder über das Ausmaß der Verwüstung, das Taifun " Prapiroon" nach sich zog und die wir auf CNN zu sehen bekamen: neben gewaltigen Überschwemmungen und zahlreichen Evakuierungen forderte Prapiroon leider auch einige hundert Todesopfer. Zurück
in der Hauptstadt Vietnams legten wir einen kurzen Zwischenstopp im
Schlangendorf (einem eigenen Stadtteil Hanois) ein, um den kulinarischen
Höhepunkt unserer Rundreise zu genießen: Schlange! Gespannt
und mit einem undefinierbaren Gefühl im Magen lauschten wir den
diesbezüglichen Informationen unserer Reiseleiterin Nga. "Die
Schlangenshow sparen wir uns besser bis nach dem Essen, sonst vergeht
euch vielleicht noch der Appetit", so lauteten ihre weisen Worte.
Vietnamesische Schlangen-Schmankerl werden nur mit extra gezüchteten
Giftschlangen (normalerweise Kobras) in verschiedensten Variationen
zubereitet: gekocht, gebraten, versteckt in Frühlingsrollen, serviert
als Schlangensüppchen oder eingelegt in Hochprozentiges. Hier gilt
die (am eigenen Leib erprobte ;-)) Faustregel: Je giftiger die Schlange,
desto besser das Tröpfchen! Gekochtes Schlangenfleisch schmeckt
übrigens ein wenig zäh und unspektakulär. Wir bevorzugten
eindeutig die gebratene Zubereitungsform der Reptilien, da der Geschmeck
in diesem Falle sehr stark Hühnchenfleisch ähnelt. Mit vollem Magen und dem Verlangen nach einem kräftigen Schluck von unserer "persönlichen" Medizin (Omas Zwetschkenschnaps ;-)) starteten wir mit der Sightseeingtour durch Hanoi. Ein Dschungel, den man nur mit kundigem Führer durchquert, für die einen, ein kleines Paradies, aus dem man am liebsten gar nicht mehr weg will, für die anderen. Hanois größte Attraktion sind nicht einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern das einzigartige Ensemble seiner historischen Altstadt. Ein magischer Ort. Ein Ort zwischen den Zeiten (aus Reise Know How Vietnam). Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum mit der Ehrengarde, die Ein-Pfahl-Pagode Chua Mot Cog (eines der ältesten Baudenkmäler Hanois), der zu Ehren von Konfuzius im Jahre 1070 erbaute Literaturtempel Van Mieuurde sowie der Hoan-Kiem-See (See des zurückgegebenen Schwertes) stellten nur einige der "Höhepunkte" Hanois dar, die wir an diesem Nachmittag kennenlernen und erleben konnten. Als Draufgabe wurden wir schließlich mit der Rikscha durch das "alte Hanoi" chauffiert. Während die Fahrer eifrig und (je nach Gewicht des Fahrgastes mehr oder weniger) fest in die Pedale stiegen, genossen wir die luftige Stadtrundfahrt durch das chaotische Labyrinth kleiner Gassen voller Waren, Menschen, Verkehrsmittel, Geräusche und Gerüche. Als letzter Höhepunkt des Tages stand schließlich der Besuch des traditionellen Wasserpuppentheaters auf dem Programm. Eine Stunde "genossen" wir typisch vietnamesische Musik mit Gesang, ohne eigentlich zu wissen, worum es geht. Nichtsdestotrotz ist diese Kunstform etwas Besonderes und zählt zu einem Muss für jede(n) Vietnam-Reisende(n). Zur Information: Die Bühne besteht aus einem Wasserbecken und die AkteurInnen stehen hinter einem Vorhang. Von dort aus bewegen sie mittels Stangen und Seilzügen die 30 cm bis 1 m großen und 1 bis 5 kg schweren Holzpuppen im Wasser. Erstaunlich, was mit dieser alten Technik möglich ist!
Bald geht unsere Reise weiter! Hoffentlich begleitet ihr uns wieder - wir freuen uns! |
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