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"Expedition"
in den fernen Osten: Vietnam "Hue gehört zu jener Sorte von Stätten, denen man entweder desillusioniert den Rücken kehrt oder die einen noch auf lange Zeit hinaus verzaubert" (Reise Know-How Vietnam 2004, S. 382). Nach einem erlebnisreichen Abend mit zahlreichen interessanten Bekanntschaften (u.a. mit dem Sprachengenie Long und unserer Meisterschneiderin) in Hue setzten wir unsere Rundreise Richtung Süden fort. Bevor wir der zauberhaften Provinzhauptstadt aber endgültig den Rücken kehrten, besuchten wir zuvor zwei der insgesamt dreizehn Kaisergräber, die Vietnam zu bieten hat: Tu Duc und Khai Dinh. Die Gräber ähneln sehr stark den chinesischen Ming-Gräbern und liegen idyllisch inmitten von Hügeln und Reisfeldern. Tu Duc (1847 - 1883), der vierte Kaiser der Nguyen, galt als extrem kleinwüchsig und hatte eine Schwäche für das weibliche Geschlecht. Trotz seiner 104 (!) Gemahlinnen und unzähligen Konkubinen blieb der Kaiser jedoch kinderlos. Die Grabanlage von Tu Duc umfaßt mehr als 50 Gebäude und wurde zu Lebzeiten des Kaisers von ihm persönlich geplant und entworfen. Im
Anschluss an die Besichtigung der weitläufigen Areale und nach
einem kleinen Energienachschub (Red Bull á la Vietnam) ging unsere
Reise auf der Nationalstraße In Da Nang (der größten Stadt Zentralvietnams) angelangt, besuchten wir das Cham-Museum, in dem wir Einblick in die Geschichte der Champa erlangten. Für uns als kleine "Museums-Muffel" reichte ein Rundgang im Schnellverfahren jedoch vollkommen aus, um die Hochkultur Südostasiens in ihren Grundzügen kennenzulernen. Auf dem Weg zu unserem heutigen Etappenziel Hoi An legten wir einen kurzen Zwischenstopp im Dörfchen Non Nuoc ein, dem Zentrum der Marmorbearbeitung. Fünf Marmorberge ragen hier - nicht weit von Da Nang entfernt - aus der Ebene. Die imposanten und bis zu 100 Meter hohen bewaldeten Felskegel sind nach den fünf vietnamesischen Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser benannt. Die Besichtigung eines Steinmetzbetriebs zauberte vor allem bei Papa ein gewisses Funkeln in seine Augen: Statuen, Springbrunnen, Figuren und vieles mehr gab es vergleichsweise billig zu erwerben. Zum Glück waren diese "Souveniers" aber für unser Reisegepäck doch ein wenig zu schwer... ;-))
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