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Eine
schöne Bescherung...
Sonderbare Dinge ereignen sich tagtäglich. Beinahe jeden Tag bringt eins unserer Familienmitglieder ein Packerl nach Hause und versteckt es sorgsam. Wenn ich nicht Jeden beim Heimkommen begrüßen würde, wüßte ich das alles nicht. Hin und wieder riecht es schon verdammt gut. Weihrauch wurde aufgelegt und verbreitet seinen Duft im ganzen Haus. Ich glaube, wir nähern uns dem Höhepunkt. Heute hat in unserem Haus niemand seinen Wecker gerichtet um frühzeitig aufzustehen. Also drehe ich mal eine Runde und schau von Zimmer zu Zimmer und von Bett zu Bett. Die Morgensonne strahlt durchs Fenster, aber nichts rührt sich. Na gut, dann hau ich mich auch noch mal auf's Ohr. Endlich Bewegung. Endlich Frühstück mit heißen Kaffee und herrlich duftendem frischen Brot und was für mich von Bedeutung ist - Schinken! Und dann geht's los. Schlag auf Schlag. Jetzt holen sie den Christbaum und stellen ihn auf. Komisch! Aber es kommt erst. Jetzt bringen sie Schachteln voll bunter und schillernder Kugeln, Glocken und Strohsternen. Den ganzen Schmuck hängen sie nun an den im Wohnzimmer stehenden Baum. Toll. Wirklich toll. Von Minute zu Minute steigt die Spannung und der Baum wird im schöner, bis er schließlich mit Lametta und Kerzen verziert, in voller Pracht strahlt.
Nun ist es Mittag und Zeit für ein gemütliches Nickerchen auf meinem Lieblingsplatz. Jetzt ist mir eigentlich egal, was passiert - ich brauche meine Ruhe um für die nächsten Stunden fit zu sein. Nach diesem Schönheits- und Entspannungsschlaf geht's zu Fuß zur Mette nach Moosdorf. Eine Freude an so einem schönen Wintertag (Schnee mag ich ja besonders gern) eine ausgedehnte Wanderung zu unternehmen. Endlich ist die Messe aus und wir können wieder nach Hause gehen. Eigentlich will ich noch gar nicht nach Hause, wir müssen erst noch einen Abstecher ins Wirtshaus machen, wo wir heute zu einem herrlichen, weihnachtlichen Festmahl eingeladen sind. Mmmhhh, das duftet ja ganz besonders.
Und schon wieder hör ich: So, wir fahren jetzt zur nächsten Bescherung. Gut. Wir lassen alles liegen und stehen und machen uns, die Mädchen haben ihre Gitarren mit, auf den Weg. Nun scheint es doch etwas ruhiger zu werden. Aber auch hier heißt es wieder: Beten - Warten - Singen - immer noch Warten - und endlich ist es so weit. Auch hier wartet auf mich ein sensationelles Packerl. Ich weiß zwar nicht, was da wohl drin sein wird, aber ich werde es bald wissen. Also nehme ich das liebevoll verpackte Geschenk, lege es auf den Boden, stelle mich drauf und entferne vorerst ganz vorsichtig die schöne Verpackung. Noch einmal eingepackt. Ich werde unruhiger und möchte wissen was da wohl drin ist. Verdammt, nochmals eingepackt. Jetzt ist es mir wurst. Mit aller Kraft reisse ich das Papier auf, um endlich an mein Geschenk zu kommen.
Nun habe ich es geschafft. Ein wundervolles Geschenk liegt vor mir. Ich überzeuge mich von der Funktion und zeige es den Anwesenden. So, nun ist es aber für heute genug. Ganz egal was passiert. Ich habe heute frei und werde mich dementsprechend verhalten. Das heißt: Ruhe, Ruhe und Schlaf - den brauche ich nach so einem aufregenden Tag. Das war für mich Weihnachten 2003 im Kreise meiner Lieben. Ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest wünscht Euch Euer Wuschl PS: Natürlich freuen wir uns - ganz besonders natürlich ich - wenn ihr uns eure Weihnachtsgeschichte zukommen läßt. Wir werden sie gerne in unserer HP veröffentlichen. |