|
WW
– Wuschl Weihnacht 2004 Für alle, die es nicht mehr erwarten können – hier die diesjährige Wuschl-Weihnachts-Geschichte. Sicherlich kannst du dich noch an die Wuschl-Erlebnisse des Vorjahres erinnern – oder etwa nicht – macht nichts – du kannst die Weihnachtsgeschichte unter Aktuelles – „Wuschl's Vorfreude“ nachlesen. Nun, heuer war's eigentlich nicht viel anders. Schon seit einigen Wochen verhält sich unser Wuschl sonderbar, als würde er etwas spüren. Das Ganze sieht so aus:
Aber es muss ja wie gesagt, alles sehr schnell gehen – nach einer kurzen Autoinspektion muss ich sofort ins Haus, um ja nichts zu übersehen und vor allem eventuell mitgebrachte Packerl zu prüfen. Ja, in den meisten Fällen ist auch alles klar und nach den anstrengenden Überprüfungen kann ich mich dann ruhig niederlegen oder den Besuchern meine Spielsachen vorführen – na, vielleicht spielt auch wer mit mir... In den letzten Wochen stieg der Stress buchstäblich Tag für Tag. Mein Frauchen und die Angehörigen benahmen sich einfach etwas anders. Sie redeten leise, damit ich es nicht höre oder vielleicht auch nicht sehen soll – aber – obwohl es nicht so aussieht – einem aufmerksamen „Wächter“ wie mir entgeht nichts :-) Und so spürte ich in den letzten Tagen auch, dass da einige Sachen passierten, die mich wahrscheinlich nichts angehen sollten. Natürlich habe ich das mitbekommen. Ohne mich geht hier in diesem Haus nichts – nein, gar nichts und diese Geheimniskrämerei steigert natürlich meinen Wachsinn.
Ob das wohl für mich ist? Vorsichtig ziehe ich es mit meinen Zähnen unter dem Baum hervor. Um wirklich ganz sicher zu gehen, untersuche ich das Packerl ganz genau. Vorne, seitlich, oben und unten und auch noch kurz umdrehen. Das könnte für mich sein. Zur Sicherheit drücke ich auch noch ganz vorsichtig mit meiner Vorderpfote drauf, und tatsächlich höre ich ein sanftes „quitsch – quitsch“. Für mich ist es eindeutig und ganz klar. Dieses Packerl kann nur für mich sein. Und jetzt die Frage: Soll ich es gleich auspacken oder doch auf die Bescherung warten? Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigt es mir ganz deutlich: Das kann ich nicht erwarten – bis die mit dem Festmahl fertig sind – das dauert zu lange! Also packe ich mein Geschenk, stelle mich mit den Vorderpfoten drauf und reiße mit aller Kraft und Schnelligkeit das Packerl auf. Oh je, dieses Geschenk ist gleich mehrere Male in Papier eingepackt, aber ich schaffe das und endlich habe ich es ganz ausgepackt. Ein kleiner roter Knochen, der beim Reinbeißen quitscht. Toll – und das für mich.
So jetzt habe ich's gesehn. Die Neugier ist gestillt. Ich muss nun schnell wieder unter den Tisch, damit mir nichts entgeht und vor allem damit mein Frauchen auch nicht den Verdacht schöpft, ich könnte da schon irgendwo auf Inspektion gewesen sein. Nein, nein, es ist alles gut gegangen. Meine Leute waren so mit dem Essen und Trinken beschäftigt, dass ihnen meine kurze Abwesenheit gar nicht aufgefallen ist. Die werden schauen, wenn sie zur Bescherung gehen...
|